WP: Witzig und spritzig auf der Suche nach der Liebe

Ausdrucksstark auf der Bühne der Kulturschmiede: Akzente, hier Peter Sölken, Christian Wulf, Dominik Meiske, Oliver Storm und Christian Höing. Foto: Carolina Meinert

Arnsberg. (cm) Das Arnsberger Gesang-Ensemble "Akzente" suchte am Samstag in der restlos ausverkauften Kulturschmiede nach der wahren Liebe. Auf einer abwechslungsreichen musikalischen Reise wurde sie in all ihren Facetten ergründet.

Da jeder zweite Popsong von Liebe handelt, lag für "Akzente" nichts näher, als sich dem Thema mit Pop-Art zu nähern. Doch was ist Pop-Art eigentlich, fragten sich die sieben Sänger bevor sie begannen ihr Programm zu planen. "Im Lexikon wird es als Antikunst definiert. Pop-Art ist populär, witzig, spielerisch, verführerisch, auffallend und sexy", erklärte Chorleiter Peter Sölken. Und genau das waren "Akzente" schließlich auch auf der Bühne.

Das zumeist humorvolle Programm begann mit einer Widmung an die "statistischen 97 % der weiblichen Fans, die keine Unterwäsche tragen." Mit ihrer Version des Liedes "Badewasser" der Comedian Harmonists gaben die Männer ihre Wünsche an die Frauenwelt preis.

Sie wandten sich jedoch auch "ernsten" Themen zu und hielten sich in diesem Sinne auch nicht ausschließlich an zwischenmenschliche Liebe. "Mein Hund ist schwul" beklagten sie sich und ließen das Publikum herzlich über Hassos weibische Marotten lachen. Mit dem Lovesong "How deep is you love" von Take That, waren die Sänger ganz Boygroup und ließen die Herzen der Fans höher schlagen.

"Akzente" verstehen sich jedoch nicht nur als Unterhaltungskünstler, sondern auch als Kulturträger und so gründeten sie die Initiative "Operette sich wer kann". Auf diese Weise setzen sie sich für "die Rettung des Weltkulturerbes Operette" ein, denn sie ist die "geistige Mutter von Pop-Art und zudem lebt sie vom wild imaginierten Sexappeal". "Küssen verboten", "Die Blume von Hawaii" und "I´m your boy" wurden der aussterbenden Musikrichtung gewidmet., wobei "Akzente" es auch untereinander gefährlich knistern ließen: Als Frauen verkleidet scharwenzelten Christian Wulf und Florian Rechtsprecher um ihre Sangeskollegen herum und ließen sich dabei so manch aufreizende Pose nicht nehmen.

Zum Ende des Abends umschmeichelten die Künstler ihre begeisterten Fans mit Klassikern des Popart-Genres und gaben Billy-Joel-Hits wie "For the longest time" und "And so it goes" ihren ganz eigenen Akzent.

Bei zahlreichen Zugaben wurden Kuscheltiere auf die Bühne geworfen und Rosen fanden ihren Weg in die Hände der gefeierten Sänger. Das Publikum war sich einig: "Der Abend war ein voller Erfolg und die Lachmuskeln wurden kräftig strapaziert."

"Akzente sind vor neun Jahren aus einer Bierlaune heraus entstanden", berichtet Mitglied Oliver Daldrup und nachdem die Sänger bisher nur bei einigen Gastauftritten ihr Können beweisen konnten, war "Pop-Art a Cappella aus Arnsberg" nun ihr erstes abendfüllendes Programm.

 

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